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News Mai Wie man Transferpreisrisiken vermeidet

Heute beantworten wir die Frage, welche Risiken begegnet die Steuerzahler, die Transaktionen mit abhängigen Personen ohne entsprechende Verrechnungspreisdokumentation (TPD) realisieren, die der Steuerzahler im Sinne der slowakischen Legislativ zur Verfügung haben soll.

 

Das erste Risiko, falls Sie keine TPD haben, ist eine Strafe für die fehlende Dokumentation bis zu 3000 EUR. Diese Strafe kann der Steuerverwalter auch wiederholt auferlegen.

 

Das zweite, noch größere Risiko entsteht im Fall einer Steuerkontrolle, weil der Steuerzahler ohne TPD keine summarisierte Argumentation hat, die seine Aussage, dass die in Transaktionen mit abhängigen Personen berücksichtigen Preise im Marktniveau festgestellt sind, unterstützen kann. Das gibt dem Steuerverwalter einen wirklich großen Raum zur Bezweifelung der Markteinstellung dieser Preise und er erlegt dem Steuerzahler eine Nachsteuer und dazu auch die entsprechende Strafe auf.

Deshalb ist es wichtig, die Verrechnungspreisdokumentation zur Verfügung zu haben.

 

Die praktischen Erfahrungen zeigen, dass vor allem eine gute TPD dem Steuerverwalter seinen Raum zur Bezweifelung der Markteinstellung der Preise einschränken kann, denn der Steuerverwalter muss dann sophistizierte und konkrete Argumente vorlegen.

 

Eine gute TPD minimalisiert also die Nachsteuerungsmöglichkeit des Steuerzahlers. Eine gute TPD beschreibt vor allem genau die Transaktionen mit abhängigen Personen, beinhaltet eine gute Funktions- und Risikoanalyse und eine Analyse der Vergleichbarkeit.

 

Falls der Steuerzahler keine Analyse der Vergleichbarkeit bereit hat, macht der Steuerverwalter während der Steuerkontrolle seine eigene Analyse der Vergleichbarkeit und stellt als Marktpreis den Meridian der Preise, die die unabhängigen vergleichbaren Gesellschaften benutzen, fest. Diese Methode ergibt eine höhere Nachsteuerung des Steuerzahlers.

 

Die Steuerverwaltung konzentriert sich auf Kontrollen der Transferbewertung. Die Steuerverwalter werden in diesem Bereich geschult und spezialisieren sich auf diesen Bereich. Der Steuerverwalter kann eine Kontrolle der Preiseinstellung im Rahmen der grenzübergreifenden Transaktionen mit abhängigen Personen in letzten 10 Jahren durchführen, im Jahre 2018 kann er das Jahr 2007 kontrollieren. Falls der Steuerzahler keine TPD für ältere Jahren hat, kann er einen großen Problem haben, dem Steuerzahler während der Steuerkontrolle die Unterlagen vorzulegen, z.B. auch wegen einer normalen Fluktuation der Angestellten, wegen der Nichtlagerung der Dokumente usw.

 

Seit 1.1. 2014 kann der Steuerverwalter vom Steuerzahler die TPD-Vorlegung innerhalb von 15 Tagen auch ohne begonnener Steuerkontrolle verlangen. Eine gute TPD in 15 Tagen vorzubereiten, ist sehr anspruchsvoll und aufwändig, deshalb empfehlen wir den Steuerzahlern, diese Dokumentation im Voraus vorzubereiten, ehe sie der Steuerverwalter verlangt oder eine Steuerkontrolle beginnt.

 

Falls Sie eine Frage zu diesem Bereich haben oder ein Angebot für TPD haben möchten, kontaktieren Sie uns.