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News Februar Was Arbeitnehmer über den jährlichen Steuerausgleich wissen sollten?

1/ Arbeitnehmer betrachten den Einkommensteuerjahresausgleich als eine Selbstverständlichkeit, die automatisch erfolgt. Welche Unterlagen braucht der Arbeitgeber?

 

Da Arbeitnehmer normalerweise mit einzelnen für den Steuerjahresausgleich benötigten Formblättern, Bestätigungen, usw. nichts zu tun haben, ist es erforderlich, dass sie mit dem Arbeitgeber eng zusammenarbeiten. Praktisch zu empfehlen ist eine Liste der Anforderungen für die spezifischen Bestätigungen, Unterlagen und Vordrucke (beispielsweise Muster der Bestätigung über das steuerbare Einkommen), die für den Steuerjahresausgleich notwendig sind.

Wenn ihr Arbeitsverhältnis im Laufe des Kalenderjahres endet, ist die Bestätigung über das steuerbare Einkommen des (ehemaligen) Arbeitgebers notwendig. Falls Sie den Kinderbonus erst beim Steuerjahresausgleich geltend machen wollen, müssen Sie dem Arbeitgeber zum Beispiel die Geburtsurkunde des Kindes oder den Studentenausweis vorlegen. Wir empfehlen den Arbeitnehmern, rechtzeitig zu überprüfen, ob ihnen alle erforderlichen Unterlagen, die sie dem Arbeitgeber zur Durchführung des Steuerjahresausgleichs vorlegen wollen, zur Verfügung stehen.

 

2/ Was ist das häufigste Problem der Arbeitnehmer bei dem Steuerjahresausgleich?

 

Am häufigsten treten Schwierigkeiten bei einem fehlerhaft oder unvollständig ausgefüllten Antrag zur Durchführung des Steuerjahresausgleichs seitens der Arbeitnehmer auf. Oft fehlen auch Bestätigungen über Einkommen aus nichtselbständiger Arbeit von anderen Arbeitgebern, die dem Arbeitgeber, der den Steuerjahresausgleich durchführen wird, vorgelegt werden müssen. In der Praxis sind wir auch mit Fällen konfrontiert, dass Arbeitnehmer sonstige Einkünfte (z.B. aus Gewerbebetrieb) nicht angeben. In einem solchen Fall darf der Jahresausgleich nicht durch den Arbeitgeber vorbereitet werden, sondern der Arbeitnehmer muss sich darum in Form einer Einkommensteuererklärung kümmern.

 

3/ Wenn ein Arbeitnehmer zusätzlich zu seinem Gehalt weitere Einkünfte (z.B. aus der Vermietung einer Immobilie wie Wohnung, Hütte, Haus usw.) bezieht, kann er dann den Steuerjahresausgleich von seinem Arbeitgeber verlangen?

 

Den Steuerjahresausgleich kann nur derjenige beantragen, der im Jahr 2017 nur Einkommen aus nichtselbständiger Arbeit (Beschäftigung) bezogen hat. Den Steuerjahresausgleich kann daher nicht ein Arbeitnehmer beantragen, der gleichzeitig als Gewerbetreibender tätig war, eine Immobilie vermietete usw. Sofern der Arbeitnehmer weitere Einkünfte neben dem Arbeitnehmergehalt bezieht, muss er selbst die Steuererklärung einreichen.

 

4/ Was ist, wenn der Arbeitgeber den Steuerjahresausgleich für den Arbeitnehmer vorbereitet und erst dann erkennt der Arbeitnehmer, dass er vergessen hat Unterlagen zu zusätzlichen Einnahmen vorzulegen?

 

Der Arbeitnehmer hat das Recht, schriftlich um die Durchführung des Steuerjahresausgleichs spätestens bis zum 15. Februar des Folgejahres nach Ende der Besteuerungsperiode zu ersuchen (für das Jahr 2017 bis zum 15.02.2018). Innerhalb dieser Frist muss der Arbeitnehmer alle Unterlagen vorlegen, die bei dem Steuerjahresausgleich zu berücksichtigen sind.

 

Wenn der Arbeitnehmer mehrere Arbeitgeber im Jahr 2017 hatte und er die Unterlagen über Einnahmen von mehreren Arbeitgebern seinem Arbeitgeber erst nach dem Steuerjahresausgleich vorlegt oder andere Einnahmen neben den aus der einer nichtselbständigen Tätigkeit bezieht, muss er eine Steuererklärung einreichen. Der Arbeitnehmer muss bei seinem Arbeitgeber, der den Steuerjahresausgleich durchgeführt hat, einen zusätzlichen Beleg über den durchgeführten Steuerjahresausgleich, der als Anhang zur Steuererklärung dient, anfordern.

 

5/ Wann kann der Arbeitgeber für seinen Mitarbeiter den Steuerjahresausgleich nicht durchführen? Welcher ist der häufigste Fall in der Praxis?

 

Wie oben erwähnt, darf der Arbeitnehmer den Steuerjahresausgleich nur dann beantragen, wenn er ausschließlich Einkommen aus nichtselbständiger Tätigkeit bezieht und für einen oder mehrere Arbeitgeber gearbeitet hat. Die häufigsten Fälle, in denen der Abreitgeber den Steuerausgleich für seinen Mitarbeiter nicht vorbereiten kann, betreffen andere Einkünfte als aus Arbeitsverhältnissen, z.B. aus der Vermietung von Immobilien. In diesem Fall muss der Arbeitnehmer die Einkommensteuererklärung einreichen.