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News November Wesentlichste Änderungen im Einkommensteuergesetz ab dem 01.01.2018

Das Finanzministerium der SR bringt mit Wirksamkeit ab 01. Januar 2018 eine Novelle des Einkommensteuergesetzes, lesen Sie hier über die wichtigsten Änderungen für physische Personen:

 

  • Neuregelung der Definition des Steuerresidenten, einer physischen Person – Wohnort
    • Ergänzung der Definition des Steuerresidenten neben den Kriterien des Hauptwohnsitzes und des gewöhnlichen Aufenthaltes um das Kriterium „Wohnsitz auf dem Gebiet der SR“.
    • Als Wohnsitz wird im Sinne der Novelle die Möglichkeit der Unterkunft gelten, welche einer physischen Person dauerhaft zur Verfügung steht und es sich um keine gelegentliche Unterkunft wegen Dienstreisen, Tourismus, Erholungsurlaub etc. handelt.
    • Dieses Kriterium ist in entwickelten Wirtschaftsländern üblich und auch in unseren bilateralen Doppelbesteuerungsabkommen mit umliegenden Ländern verankert.
    • Die Einführung dieses Kriteriums kann z. B. eine Änderung der Steuerresidenz bei Sportlern verursachen, die den Daueraufenthalt in Monaco haben. Da viele Sportler dauerhafte Wohnungen in der SR haben, wird ihnen die Pflicht zur Steuerzahlung in der SR entstehen.

 

  • Steuerbonus ersetzt staatlichen Beitrag bei Hypothekarkrediten
    • Der staatliche Beitrag bei Hypothekenkrediten wird aufgehoben, es wird ein Steuerbonus bei Krediten eingeführt.
    • Die Höhe des Steuerbonus beträgt 50% der bezahlten Zinsen im jeweiligen Besteuerungszeitraum, höchstens 400 EUR jährlich, wobei die Höhe des gewährten Kredites höchstens vom Betrag 50 000 EUR auf eine inländische Immobilie sein muss.
    • Der Anspruch auf die Geltendmachung entsteht während fünf unmittelbar aufeinander folgenden Jahren, beginnend mit dem Monat, in dem die Verzinsung des Wohnungskredits begonnen hat.
    • Gilt für Kreditverträge, die nach dem 31.12.2017 abgeschlossen werden.
    • Sie beziehen sich zu gleichen Teilen auf den Antragsteller und den etwaiger Mitschuldner, den Anspruch auf den Steuerbonus kann jedoch nur einer von ihnen geltend machen.
    • Alter von 18 bis 35 Jahren und durchschnittliches Monatseinkommen höchstens das 1,3-Fache des durchschnittlichen Monatslohns.

 

  • Neuer Steuerfreibetrag für die Bezahlung von Dienstleistungen in Kurorteinrichtungen
    • Bei dem neuen Steuerfreibetrag handelt es sich um eine Förderung des Kurortwesens in der Slowakei.
    • Eine physische Person kann den Steuerfreibetrag in Gesamtsumme von höchstens 50 EUR pro Jahr aus nachweislich geleisteten Zahlungen für Dienstleistungen geltend machen, die durch die Krankenversicherung nicht gedeckt sind (z. B. Essen, Unterkunft, Prozeduren).
    • Es gilt nur für Dienstleistungen der Kurorteinrichtungen, die eine Berechtigung für die Kurortpflege entsprechend dem Kurortwesensgesetz haben.
    • Zugleich kann der Steuerzahler weitere 50 EUR aus nachweislich geleisteten Zahlungen auch für die Ehefrau und 50 EUR auch für sein zu versorgendes Kind geltend machen, die zusammen mit dem Steuerzahler an der Kurortpflege teilgenommen haben.
    • Die Einführung dieses Steuerfreibetrags bedeutet eine positive Änderung für das Kurortwesen in der Slowakei; es ist jedoch die Frage angebracht, weshalb es keine Bemühungen gibt, die ganze Tourismusbranche in der Slowakei z. B. durch Reduzierung der MwSt. für Unterkunftsdienstleistungen bzw. die Verköstigung in Restaurants zu fördern.